Mein Name ist Stefan, aus Gelsenkirchen und ich bin spielsüchtig.
Ich wartete in einer Spielhalle auf einen Kumpel mit dem ich zum Billard spielen verabredet war. Mein Kumpel verspätete sich und aus reiner Langweile warf ich einige Euro in den Spielautomaten. Ich gewann fast 125,00 Euro. Es folgten immer mehr Besuche in der Spielhalle, dann in Real- und schlussendlich in Online-Casinos.
Mal gewann ich, mal verlor ich. Dachte ich zumindest, denn ich verlor eigentlich immer. Die ach so hohen Gewinne wanderten immer wieder zurück in die Automaten. Hinzu kam mindestens die gleiche Summe meines eigenen Geldes um den verspielten Gewinn zurück zu gewinnen.
Neben dem Geld verlor ich aber eine Menge mehr, nämlich meine Frau, meine Kinder, meine Freunde, meine Arbeit, mein Eigentum und schlussendlich meinen Selbstrespekt.
Potenzprobleme, Magenbeschwerden, Angstattacken, Selbstmordgedanken, … waren weitere unangenehme Nebeneffekte meiner Spielsucht.
Ich spielte nicht mehr das Spiel, sondern das Spiel spielt mich, und das tagein und tagaus.
So oder ähnlich könnten sich Ihre Lebensgeschichte sowie die Lebensgeschichte vieler anderer anhören.
Sind diese Menschen Opfer geworden?
Ja, dass sind, aber sie müssen es nicht bleiben.
Wichtig ist erst einmal, dass Betroffenen ein Einsehen haben und einsehen, dass sie in letzter Konsequenz immer verlieren.
Hierbei könnte das ebook „Puppenspieler des Glücksspiels“ helfen. Dieses Buch ist übrigens auch eine interessante Quelle für Angehörige von Spielsüchtigen die ihr Gegenüber besser verstehen und sie unterstützen wollen.
Hinzu kommt die Selbstreflektion des Spielsüchtigen. Der Spielsüchtige ist ein Lügner. Er belügt sich selbst und Dritte gerne.
Mit guten Worten ist hier nicht viel zu machen. Sinnvollerweise sollte er sein Spielen dokumentieren, und dies angefangen von den profanen Geldmitteln bis hin zu den psychischen sowie physischen Aspekten die das Spielen mit sich bringt.
Hier könnte dem Spielsüchtigen bzw. manischen Spieler die Software „Schnittstelle Pro“ helfen. Neben dem schon genannten ist auch eine Prognosefunktion eingebettet, welche die traurige Wahrheit aufzeigt auf die der Betroffene zusteuert.
Fr
02
Dez
2011
Manchmal fühle ich mich tatsächlich wie Don Quichote, nur das meine Karikatur so aussehen würde: Ich stände auf meinem Rollbrett statt Esel und hätte statt einem Schild und einer Lanze meine Spielsucht-Tagebuch-Software „Schnittstelle Pro“ sowie meinen Ratgeber „Puppenspieler des Glücksspiels in der Hand“. Statt einer Mühle würde ich auf einen überdimensionalen Slot (Spielautomaten) zurollen. Es gäbe etliche brave Bürger die mit dem Finger auf den Slot zeigen, aber sich doch hinter diesem verstecken. Frei nach dem Motto: Keiner soll mir nachsagen, dass ich nichts dagegen getan hätte. (Pah, Ihr Heuchler!)
Mi
23
Nov
2011
Vorletzte Woche habe ich vom Finanzamt, quasi zeitgleich mit dem Projektstart, die Ablehnung meines Einspruchs erhalten. Ein kleiner Brief fürs Finanzamt, ein großer Rückschlag für mich.
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